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Inhaltsverzeichnis

1.1 Aktueller politischer und gesellschaftlicher Diskurs

Jede Epoche hat ihre eigenen Probleme, die die Menschen in unserem Land und auf dem Globus vor neue Herausforderungen stellen. Ein Thema, das in Zeiten des Klimawandels und der Wirtschafts- und Finanzkrise in den Hintergrund der gesellschaftlichen und politischen Diskussion geriet, ist die Gentechnikdebatte. Natürlich ist das auf Grund der Gewichtigkeit und der Bedeutung, welche die Finanzkrise und der Klimawandel für die gesamte Weltbevölkerung haben, verständlich, jedoch sollte man die Thematik der Gentechnik nicht aus dem Blick verlieren, weil es meiner Meinung nach auch hier versteckte Verbindungen zu den großen Problemen unserer Zeit gibt und deshalb auch ähnliche Lösungsansätze vorhanden sind, auf welche ich am Schluss meiner Arbeit zu sprechen komme.

Unter der grünen Gentechnik versteht man die Anwendung gentechnischer Verfahren in der Pflanzenzüchtung, die Nutzung von gentechnisch veränderten Pflanzen in der Landwirtschaft und schließlich auch die Verarbeitung zu Lebensmitteln.[1]

Wie es meistens der Fall ist, gibt es auch beim Thema Gentechnik verschiedene Standpunkte und Positionen, die die grüne Gentechnik entweder befürworten, ablehnen oder zwischen beiden Extremen abwägen. Für die Befürworter ist die grüne Gentechnik die Lösung für den Hunger und die Armut in den Entwicklungsländern, da diese der Meinung sind, dass die grüne Gentechnik in der Lage sei die Ernteerträge zu steigern, die Produktionskosten zu verringern und außerdem umweltschonend angebaut werden könne. Da für die Gegner der grünen Gentechnik die Risiken für die Gesundheit und die Umwelt unvorhersehbar sind, lehnen sie sie ab.[2]

Ich möchte mich diesem Thema von der politischen Seite nähern, denn meiner Meinung nach sind die meisten politischen Diskussionen ein Spiegel der gesellschaftlichen Diskussionen, mit dem Unterschied, dass die Politik am Ende mit ihren Gesetzen entscheidet. Deshalb werde ich die Standpunkte der Parteien zum Thema grüne Gentechnik miteinander vergleichen. Somit werden die verschiedenen Meinungen und Haltungen zum Thema grüne Gentechnik deutlich.

1.2 Methodik und Vorgehensweise

Um mich mit der Thematik näher vertraut zu machen, las ich verschiedene Artikel zum Thema grüne Gentechnik in den Onlineausgaben der Zeit, des Spiegels und der Süddeutschen Zeitung, die meiner Erfahrung nach qualitativ hochwertige Informationen bereitstellen. Erst nachdem ich mir eine gewisse Objektivität angeeignet hatte, begann ich mit dem Hauptteil meines Themas, dem Vergleichen der Grundsatz- und Wahlprogramme. Ich stellte fest, dass meine Grundannahme, wonach die politische Diskussion meistens ein Spiegel der gesellschaftlichen Diskussion ist, richtig war und dass die Thematik teilweise zu innerparteilichen Auseinandersetzungen führt. Zudem wurde mir deutlich, dass sich die Parteien nicht nur in ihren Standpunkten unterscheiden, sondern auch in der Sorgfalt, mit der sie das Thema behandeln. Außerdem kristallisierte sich für mich immer mehr heraus, welchem Druck und Einfluss die Parteien ausgesetzt sind. Das brachte mich zu einem weiteren Teil dieser Arbeit. Ich ging der Frage nach, wie die Willensbildungsprozesse der Parteien von Außen durch Industrie und US-Regierung, aber auch zum kleineren Teil von Nicht Regierungsorganisationen wie zum Beispiel Greenpeace und dem Bauernverband beeinflusst werden. Jedoch musste ich im Laufe der Arbeit feststellen, dass der Einfluss der Industrie und der US-Regierung auf die Standpunkte der Parteien größer ist als vermutet und es den Rahmen gesprengt hätte, wenn ich planmäßig auf die Nichtregierungsorganisationen eingegangen wäre. Außerdem ist der Einfluss den die Nichtregierungsorganisationen auf die Parteien haben im Vergleich zu den ersten zwei Punkten gering. Daher hatte es für meine Arbeit eher einen positiven Effekt, nämlich dass ich mich noch detaillierter um die Einflüsse der Industrie und der US-Regierung kümmern konnte, welche auch maßgeblicher sind. Zudem habe ich mich auf die Parteien die im Bundestag vertreten sind beschränkt, da sie meiner Meinung nach die Thematik zu genüge abdecken.

2. Grundsätze, Parteiprogramme und der Koalitionsvertrag

2.1 Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU)

Im Grundsatzprogramm der CDU „Freiheit und Sicherheit. Grundsätze für Deutschland“ vom 03.12.2007 gibt es zwei Aussagen zum Thema grüne Gentechnik. „Die grüne Gentechnik kann zukünftig einen wichtigen Beitrag sowohl zur Ernährungssicherung als auch zur Energiesicherheit leisten.“ Weiter heißt es: „Den Einsatz der grünen Gentechnik zur effizienteren Nutzung von Rohstoffen, Rohstoffsicherung und zur Herstellung von Energiepflanzen gilt es, sorgfältig zu erforschen.“[3]

Zwei Jahre später findet man im Wahlprogramm „Wir haben die Kraft – Gemeinsam für unser Land“ vom 28.06.2009, folgende Standpunkte: „Wir brauchen Sicherheitsforschung in umstrittenen Forschungsbereichen, insbesondere in der grünen Gentechnik.“ Außerdem: „Politik muss die Sorgen der Bürger bei grüner Gentechnik ernst nehmen und darf keine unnötigen Risiken eingehen.“[4]

Die CDU nimmt also einen gentechnikfreundlichen Standpunkt ein, betont jedoch, dass die Sorgen der Bürger und die Sicherheitsforschung bezüglich der grünen Gentechnik nicht außer Acht gelassen werden sollten. Dieser Gesichtspunkt geht im Koalitionsvertrag vom 26.10.2009 von CDU, CSU und FPD weitestgehend verloren. Dort ist zu lesen: „Wir treten für eine stärkere Wissenschaftsorientierung und effiziente Zulassungsverfahren von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auf EU-Ebene ein.“ Weiter heißt es im Text: „Der Anbau der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel Amflora für eine kommerzielle, industrielle Verwertung wird unterstützt.“ Außerdem: „Um eine für Wirtschaft und Überwachung praktikable Anwendung der im Gemeinschaftsrecht der EU festgelegten Nulltoleranz für nicht in der EU zugelassene GVO zu ermöglichen, werden wir das Gentechnikgesetz und das EGGentechnikdurchführungsgesetz ändern. Dort werden wir eine Ermächtigung schaffen, um offizielle Probenahme- und Nachweismethoden festzulegen.“[5]

Das bedeutet, dass die CDU mit der Regierungsübernahme einen deutlich wirtschaftsliberaleren Kurs einschlägt und die zuvor in den Grundsatz- und Wahlprogrammen angekündigte Sicherheitsforschung außer Acht lässt. Würde man einen CDU-Politiker nach den Gründen für diesen Standpunktwechsel fragen, dann würde sicherlich auf den Koalitionspartner FDP verwiesen werden. Man habe einen Kompromiss auszuhandeln gehabt und deswegen sei der eigene Standpunkt bezüglich Sicherheits- und Risikoforschung nicht durchsetzbar gewesen. Jedoch wäre das ein magerer Verweis, denn auch die CDU weiß, dass laut Umfragen von Emnid[6] vom 26.10.2009 und Forsa vom 19.05.2009 die Mehrheit der Verbraucher gentechnisch veränderte Bestandteile in Lebensmitteln ablehnen und die CDU eigentlich als stärkste regierende Kraft in Deutschland dem Willen des Volkes nachzukommen hat. Zudem hat sie sich in ihrem Wahlprogramm vom September 2009 verpflichtet die Bedenken und Sorgen der Bürger ernst zu nehmen, was sie nicht macht. Die Sorgen der Bürger drückt die oben erwähnte Forsa-Umfrage vom 19.05.2009 konkret aus: 81 % der Befragten meinen, dass von der Gentechnik unkalkulierbare Auswirkungen auf die Kreisläufe der Natur ausgehen. 66 % sind der Ansicht, dass von der Gentechnik Gefahren für die Gesundheit ausgehen können. Und 52 % meinen, dass man die grüne Gentechnik aus ethischen Grünen ablehnen sollte.[7]

2.2 Freie Demokratische Partei (FDP)

Im Grundsatzprogramm der FDP findet sich kein Standpunkt zur grünen Gentechnik. Sie schreibt jedoch in ihrem Europawahlprogramm „Ein Europa der Freiheit“ vom 17.01.2009 und in ihrem Bundestagswahlprogramm „Die Mitte stärken“ vom 09.05.2009: „Forscher wollen forschen. (…) Biotechnologie, Grüne Gentechnik (…) dürfen nicht stigmatisiert, sondern müssen in wettbewerblichen Verfahren unter transparenten Rahmenbedingungen gefördert werden.“[8]

Und: „Dazu sollte auch die verantwortbare Nutzung der grünen Gentechnik gehören, da sie Umweltbelastungen vermindert, die Ernährungssicherung und die Qualität von Nahrungsmitteln verbessert, sowie Pflanzen für die industrielle Nutzung als nachwachsender Rohstoff optimieren kann.“[9] Die FDP ist somit die einzige Partei in Deutschland, die die grüne Gentechnik durchweg positiv wertet und behauptet, dass die Anwendung der grünen Gentechnik positive Folgen für Industrie, Umwelt und Mensch habe. Kritisch anzumerken bleibt, dass die FDP, was durchaus ihrem politischen Wesen entspricht, zu wirtschaftsliberal denkt, wenn sie Risiken vollständig ausblendet und unter der verantwortbaren Nutzung die uneingeschränkte Legalisierung der grünen Gentechnik versteht. Zudem belegt die FDP die genannten positiven Folgen der grünen Gentechnik nicht. Das ist insofern sehr kritisch zu betrachten, da es sogar erhebliche Zweifel an der grünen Gentechnik bezüglich ihrer Verträglichkeit gegenüber Mensch und Umwelt gibt und jede politische Partei generell einfach Verantwortung dafür trägt, dass jegliche Zweifel ernst genommen werden. Diese Zweifel bestehen nachweislich, denn 67 % der Bürger lehnen laut Forsa-Umfrage Genfood grundsätzlich ab.[10]

Zudem haben unabhängige französische Wissenschaftler belegt, dass der Verzehr von gentechnisch verändertem Mais MON 810 große Risiken birgt. MON 810 ist transgener Mais, der von der Presse teilweise auch verkürzt Genmais genannt wird, bezeichnet gentechnisch veränderten Mais. Die Einschleusung bestimmter Gene aus Bakterien in das Mais-Genom soll unter anderem die Schädlingsbekämpfung erleichtern und verbessern.[11]

In Futterversuchen mit Ratten haben nun die besagten Wissenschaftler schwerwiegende Veränderungen der Leber und Nierenblutwerte festgestellt. Auch Herz, Milz, Nebennieren, das Gewicht der einzelnen Organe und das Gesamt-Körpergewicht der Tiere veränderten sich beim Verzehr der Genmais-Sorten. Außerdem traten Veränderungen im Blutbild und Störungen in den Stoffwechselfunktionen auf.[12] Die FDP will jedoch MON 810 nach wie vor zulassen.[13]

Dieser eindeutige Pro-Gentechnik-Standpunkt der FDP hat im Koalitionsvertrag wohl eine maßgebliche Rolle gespielt, denn der Anbau von der gentechnisch veränderten Stärkekartoffel Amflora wird nun voll unterstützt. Außerdem will die Regierung das Gemeinschaftsrecht der EU und das Gentechnikgesetz ändern. Das bedeutet insgesamt eine Aufweichung der bisherigen Politik. Dass die bisherige Politik jedoch nicht vollständig aufgegeben wird und Anbauverbote von genmanipulierten Mais bestehen bleiben ist dem Standpunkt der dritten Regierungspartei zuzuschreiben.

2.3 Christlich Soziale Union in Bayern (CSU)

Aus dem Grundsatzprogramm der CSU vom 28.09.2009 lässt sich noch kein Standpunkt deuten. Es wird nur festgestellt, dass die grüne Gentechnik die Volkswirtschaft und die Gesellschaft vor neue Herausforderungen stellt.[14]

Die CSU bezog zwei Jahre später deutlicher Stellung. Die regional gebundene, bayrische CSU ist zwar die Schwesterpartei der CDU, das heißt aber nicht grundsätzlich, dass beide Parteien zu jedem Thema eine einheitliche Meinung vertreten. Das ist beim Thema grüne Gentechnik schön zu veranschaulichen. Die CSU gibt kurz und prägnant in ihrem Europawahlprogramm vom 09.05.2009 bekannt: „Für uns steht fest: Wir wollen keinen kommerziellen Anbau grüner Gentechnik in Bayern.“[15] Das steht im Widerspruch zu dem gentechnikfreundlicheren Standpunkt der CDU und vor allem zu dem der FDP, welche wie gesagt die grüne Gentechnik gerne legalisieren würde. Der Einfluss der CSU hat sich folgendermaßen im Koalitionsvertrag niedergeschlagen: „Wir schaffen die rechtlichen Vorraussetzungen, damit die Bundesländer innerhalb eines bundeseinheitlichen Rahmens von Kriterien flexibel eigenständig Abstände festlegen können, die zwischen Feldern mit genetisch veränderten Pflanzen und solchen mit konventionellem oder ökologischem Anbau einzuhalten sind.“[16] Das bedeutet in der Praxis, dass die CSU in Bayern und die Regierungsparteien der anderen Bundesländer eigenständig entscheiden, ob es überhaupt Felder mit gentechnisch veränderten Pflanzen gibt. Die CSU konnte also ihren gentechnisch-kritischen Standpunkt im Koalitionsvertrag verankern und kann nun weiter in Bayern für gentechnikfreie Äcker einstehen.

2.4 Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD)

In ihrem Grundsatzprogramm „Hamburger Programm“ vom 28.10.2007 hat die SPD keinen Punkt für die grüne Gentechnik vorgesehen. Jedoch schreibt die SPD in ihrem Bundestagswahlprogramm „Sozial und Demokratisch. Anpacken. Für Deutschland“ vom 14.06.2009: „Wahlfreiheit in Sachen Gentechnik. Die große Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher lehnt Gentechnik in Lebensmitteln ab.“ Die Partei stellt fest: „Die von der SPD durchgesetzte „ohne Gentechnik“-Kennzeichnung wollen wir mit einem einheitlichen Label vorantreiben.“[17] Die seit September wieder oppositionelle SPD nimmt somit eine Zwischenposition ein, sie ist weder wirklich pro noch contra. Ihren in der großen Koalition gentechnisch-kritischen Kurs hat sie aufgegeben und sich in Richtung Neutralität entwickelt. Sie setzt auf die Selbständigkeit des Konsumenten, der im Endeffekt entscheiden soll. Den Anbau der gentechnisch veränderten Kartoffel Amflora hätte die SPD zum Beispiel ebenfalls genehmigt.[18] Dieser Meinungsumschwung sorgte für Kritik bei den Grünen, dem Koalitionspartner vorvergangener Zeiten.

2.5 Bündnis 90 Die Grünen

Generell ist bei den Grünen festzuhalten, dass sie mit Abstand am meisten zur grünen Gentechnik in ihren Wahl- und Grundsatzprogrammen veröffentlichen und dort durchaus auch Gründe darlegen, warum sie diesen Standpunkt vertreten.

Die Grünen schreiben bereits in ihrem Grundsatzprogramm vom 17.03.2002: „(...)Gentechnik (...) durch die Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen unverantwortliche Risiken schafft.“[19] Die Grünen wollen darauf heraus, dass wenn gentechnisch veränderte Organismen einmal freigesetzt sind, immer freigesetzt sind und das bezüglich der noch ungeklärten Risiken ein Problem darstellt.[20]

Die Grünen fahren fort: „Unsere Politik will die Landwirtschaft in die Lage versetzen, auch weiterhin ohne Gentechnik zu produzieren. Gentechnik in der Landwirtschaft erhöht die Abhängigkeit der Bauern von der Agro-Industrie und reduziert die Sortenvielfalt.“[21]

Dieser Standpunkt ist mehr Behauptung als Begründung, jedoch gehen sie nochmals in ihrem Europawahlprogramm vom 25.01.2009 umfassend auf das Thema ein: „Die Nachfrage nach gesunden Lebensmitteln und ökologisch verträglichen Produkten gibt uns Recht: Die Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher will weder Gentechnik noch Chemie auf dem Teller.“[22] Im Zuge der bereits im Punkt 2.1 genannten Umfragen von Forsa und Emnid ist dieser Standpunkt ausreichend belegt und deckt sich mit der Meinung der Verbraucher.

Sie führen weiter aus: „Forschung für eine nachhaltige Ernährungssicherung soll sich statt auf Gentechnik und Chemie auf die Anpassung ökologischer Bewirtschaftung an die Herausforderungen des Klimawandels konzentrieren.“²² Die Grünen meinen hier, dass man Forschungsgelder nicht mehr in die Gentechnikforschung stecken sollte, sondern vielmehr in die Weiterentwicklung der ökologischen Landwirtschaft.

Außerdem schreiben sie: „Agro-Gentechnik ist nicht verantwortbar. Wir wollen keine Nutzung der Agro-Gentechnik, sondern ein EU-weites Verbot für Gentech-Pflanzen, die Mensch, Umwelt und gentechnikfreie Produktion sowohl in der konventionellen als auch biologischen Landwirtschaft gefährden, wie zum Beispiel Gen-Mais MON 810 oder die sogenannte Terminatortechnologie.“²²

Die Terminatortechnologie ist eine Gentechnologie zur Einschränkung der Nutzung von Genen. Bei der Terminatortechnologie handelt es sich um eine Methode der Saatgutsterilität. Mit dieser Technologie ausgerüstetes Saatgut nennt man auch Terminatorsaatgut. Bei der Terminator-Technologie wird das Erbgut von Pflanzen gentechnisch so verändert, dass nur ein einmaliges Keimen der Pflanzen möglich sein soll. Hierdurch wird verhindert, dass ein Teil der Ernte für die Aussaat im nächsten Jahr wieder verwendet werden kann.[23]

Die Grünen kritisieren einfach gesagt, dass sich Landwirte somit jedes Jahr neues Saatgut kaufen müssten und somit die Abhängigkeit von der Agro-Industrie zu groß wird. Die Terminatortechnologie ist deshalb sehr umstritten und deswegen in vielen Ländern, auch in Deutschland, untersagt.

Zusätzlich steht im Europawahlprogramm: „Agro-Gentechnik ist eine Risikotechnologie, die nicht verantwortbar ist, denn einmal in die Natur freigesetzte Organismen sind nicht mehr rückholbar. Die übergroße Mehrheit der Verbraucherinnen und Verbraucher lehnt Gentechnik ab.“[24] Hier zählen die Grünen zwei belegte Fakten auf, dass freigesetzte Organismen nicht mehr rückholbar sind, geben die Agro-Konzerne zu, jedoch meinen sie im Gegensatz zu den Grünen, dass dies kein Risiko darstelle. Und dass die Mehrheit der Verbraucher Gentechnik ablehnt, ist ebenfalls ein durch Umfragen belegter Fakt.

Weiter vertreten sie die Ansicht: „Gentechnik ist ein Geschäft – nicht für die Menschen, sondern für eine paar Wirtschaftsunternehmen, die in gentechnisch veränderte Organismen und Biotechnologie investiert haben.“²4

Diese Behauptung ist weitestgehend belegt, da die Saatgutproduktion sich tatsächlich auf wenige Konzerne wie Bayer/Aventis, Monsanto, Syngenta und DuPont konzentriert.[25]

Die Grünen fordern: „Das europäische Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Lebensmittel muss verändert werden, die unabhängige Risikoforschung gestärkt und ökologischer Sachverstand sowie sozio-ökonomische Risiken der Agro-Gentechnik mit einbezogen werden.“[26]

Sie behaupten schließlich in einem weiteren Punkt: „Derzeit werden vor allem die Interessen der Agro-Gentechnik-Industrie befördert.“²6

Und mahnen an: „Interessenverflechtungen zwischen Prüfbehörden und der Agro-Gentechnik-Industrie müssen offengelegt und beseitigt werden.“26

Zum Schluss sagen sie: „Wir wollen die Rechte der europäischen Regionen weiter stärken, sich gegen die Anwendung und Verbreitung bestimmter Technologien wie der Agro-Gentechnik zu entscheiden.“26

Diese Standpunkte resultierten hauptsächlich aus den Ergebnissen einer Studie, welche die Grünen Politikerin Ulrike Höfken in Auftrag gab.[27] Die Studie bewies eine erhebliche Verflechtung zwischen Industrie und staatlichen Zulassungsbehörden. Laut Höfken mache die enge Verflechtung zwischen Agroindustrie und Behörden die staatliche Risikobewertung unglaubwürdig und erschüttere das Vertrauen in die Demokratie.[28]

Zusätzliche Punkte bringen die Grünen in ihrem Bundestagswahlprogramm „Aus der Krise hilft nur Grün“ vom 10.05.2009. „Gentechnikfreie Ernährung oder klimafreundliches Einkaufen wird zum Suchspiel für kritische Verbraucherinnen und Verbraucher. Wir wissen oft nicht einmal, was in den Produkten wirklich drin ist und unter welchen Bedingungen sie hergestellt sind.“[29] Die Grünen kritisieren hier die mangelnde Kennzeichnung von Lebensmitteln die gentechnisch veränderte Bestandteile enthalten. Die Grünen behaupten weiter: „Agro-Gentechnik schafft Probleme und keine Lösungen, weder bei uns noch in Entwicklungsländern.“ Damit wollen die Grünen dem Argument der Agro-Industrie widersprechen, dass grüne Gentechnik die Antwort auf den Hunger in der Welt sei. Sie führen weiter aus: „Haupteinfallstor für die Agro-Gentechnik sind gentechnisch veränderte Futtermittel.“29

Sie betonen nochmals: „Die Verflechtungen nationaler und europäischer Prüf- und Zulassungsbehörden mit der Agro-Gentechnik-Lobby müssen offengelegt und beseitigt werden.“29

Die Grünen entwickelten sich als politische Partei aus außerparlamentarischen Umweltschutzbewegungen. Da ist es natürlich kaum überraschend, dass sie die ökologische Landwirtschaft verteidigen und die grüne Gentechnik verteufeln, da sie den Begriff der „Ökologie“ zumindest im Geiste patentiert haben und also praktisch genötigt sind einen absoluten Contra-Gentechnik-Standpunkt einzunehmen. Jedoch muss man schlicht und einfach sagen, dass die Grünen doch überzeugende und einleuchtende Argumente liefern, die durch die von Frau Löfken in Auftrag gegebene Studie untermauert und veranschaulicht werden.

2.6 DIE LINKE/Linkspartei

Die Linke entstand im Juni 2007 als Verschmelzung der WASG, einer Vereinigung aus einem abgespaltenen SPD-Flügel und SPD-kritischen linken Gewerkschaftern, mit der PDS.[30] Da sie im Vergleich mit den anderen Parteien noch ziemlich jung ist, hat die Linkspartei noch kein Grundsatzprogramm verabschiedet, dieses soll jedoch 2011 folgen.[31]

In Parteiprogrammen sind ebenfalls keine Standpunkte zum Thema grüne Gentechnik zu entnehmen. Jedoch äußert sich die Linkspartei auf ihrer Homepage folgendermaßen: „DIE LINKE lehnt die Freisetzung gentechnisch veränderter Pflanzen ab, denn die ökologischen und gesundheitlichen Risiken sind nicht überschaubar.“32

Damit ist die Linkspartei mit den Grünen die zweite Partei die einen Contra-Gentechnik-Standpunkt einnimmt.

„DIE LINKE unterstützt die Schaffung gentechnikfreier Regionen in Deutschland und Europa. Die Zulassungskriterien für gentechnisch veränderte Sorten müssen unter Einbeziehung ökologischer und sozialer Kriterien verschärft werden.“[32] Damit will die Linkspartei die Zulassungsverfahren noch weiter verschärfen.

Zudem: „Beibehaltung der „Nulltoleranz“ bei Importfuttermitteln, d.h. Importe aus Nicht–EU Ländern dürfen keine Bestandteile gentechnisch veränderter Pflanzen enthalten, die nicht in Europa zur Nutzung bereits zugelassen sind.“32 So untermauern die Linken ihre Forderung nach weiterhin strengen Kontrollen für gentechnisch veränderte Futtermittel.

Außerdem spricht die Linkspartei als einzige Partei folgenden Punkt an: „Haftung: Sollten Schäden entstehen, dann müssen dafür die Nutzer der Agro-Gentechnik haften, insbesondere die Saatgutmulties.“32 Die Linkspartei will also die Agro-Konzerne für mögliche Schäden bezüglich der Umwelt und der Gesundheit des Menschen haften lassen.

„Kosten: Die Landwirte sollen nicht auf den Kosten für den Mehraufwand zum Schutz der ökologisch oder konventionell wirtschaftenden Betriebe sitzen bleiben.“32 Auch soll laut der Linkspartei den Landwirten welche ohne gentechnisch verändertes Saatgut ihre Äcker bewirtschaften finanziell unter die Arme gegriffen werden.

„Die Zulassungsverfahren für gentechnisch veränderte Futter- und Lebensmittel müssen objektiver und transparenter sein.“32

Es lässt sich festhalten, dass die Linkspartei einen ähnlichen Standpunkt einnimmt wie die Grünen. Jedoch kann sie im Punkto Mehraufwandskosten der Landwirte und Haftung der Schäden noch eigene Akzente setzen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die meisten Parteien sich ihrem Standpunkt nach klar aufteilen lassen. Befürworter der grünen Gentechnik sind CDU und FDP. Die Mehrzahl der Parteien, nämlich CSU, Linkspartei und die Grünen, lehnen die grüne Gentechnik ab. Die SPD hat als einzige Partei einen neutralen Standpunkt und nimmt somit die Zwischenposition ein. Festzustellen ist, dass CDU und FDP keine wirkliche Stellung zu den möglichen Risiken der grünen Gentechnik beziehen und ihren Pro-Gentechnik-Standpunkt nicht in dem Maße begründen können wie ich das für nötig gehalten hätte. Wo war das Ernstnehmen der Bürger bezüglich deren Bedenken, die laut den genannten Umfragen bestehen? Meiner Einschätzung nach bleiben die Befürworter der grünen Gentechnik bezüglich den Gründen ihrer Attitüde Antworten schuldig. Das machen die Gegner der grünen Gentechnik besser, da hier die Standpunkte tendenziell besser begründet werden und man nachvollziehen kann aus welchen Beweggründen und Hintergründen die Parteien die grüne Gentechnik ablehnen. Da die Pro-Gentechnik-Standpunkte und teilweise auch die Contra-Gentechnik-Standpunkte ohne nachvollziehbare Gründe eingenommen wurden, gilt es sich mit den Einflüssen denen die Parteien in Deutschland ausgesetzt sind zu beschäftigen.

3. Lobbyisten und die Willensbildung der Parteien

3.1 Einflussnahme der Industrie

Um die Möglichkeit zur Einflussnahme der großen Agro-Gentechnik-Konzerne wie Monsanto, BASF und Bayer etc. auf die Parteien zu veranschaulichen, muss man sich die Umsätze anschauen. Im Jahre 2008 erzielte allein der Gen-Multi Monsanto 11,879 Milliarden Dollar an Umsatz.[33] Die BASF (Badische Anilin- und Sodafabrik), von der auch die zugelassene, gentechnisch veränderte Kartoffel Amflora stammt, konnte einen Umsatz von 62,3 Milliarden € verbuchen.[34] In Bereichen wie der grünen Gentechnik, in die der Gewinnaussichten wegen viel Geld investiert wurde, ist die Lobbyarbeit enorm und einflussreich. Dementsprechend ist auch der Druck, dem die Parteien ausgesetzt sind, sehr stark. Das heißt, dass die Standpunkte der Parteien und somit die Gesetzgebung hinsichtlich der Zulassung von gentechnisch veränderten Futtermitteln und Lebensmitteln massiv beeinflusst werden soll. Es ist deshalb auch anzunehmen, dass die derzeitige Regierung im Interesse der Agro-Industrie die Aufweichung der bisherigen Politik betrieben hat. Man muss kein Kritiker sein, um festzustellen, dass der Koalitionsvertrag gentechnikfreundlicher formuliert wurde als erwartet und es den Anschein erweckt, dass hier massive Lobbyarbeit der Agro-Unternehmen wirksam wurde. Zudem versucht die Gentechnikindustrie in der Öffentlichkeit einen verbraucherfreundlichen Eindruck zu hinterlassen. Zum Beispiel mit dem Interview des Spiegels indem der Genfood-Manager Hans Kast sich folgendermaßen äußert: „Lasst doch bitte den Verbraucher entscheiden. Wir entwickeln Produkte für den Markt und wenn niemand sie kauft, ist das doch unser Problem.“[35]

Ein scheinbar demokratischer und verbraucherfreundlicher Ansatz. Viele Menschen werden sich fragen, wo das Problem sei, denn gentechnisch veränderte Lebensmittel würden ja schließlich als solche gekennzeichnet werden und somit im Regal stehen bleiben, da bekanntlich die Mehrheit der Verbraucher gentechnisch veränderte Produkte ablehnt. Leider wird dabei übersehen, dass die Agro-Konzerne mit ihren Gewinnen in der Lage sind, den Markt maßgeblich mitzubestimmen. Sie können die Preise für Lebensmittel drücken und sogar unten halten, was Auswirkungen auf die Waren der gentechnikfreien Konkurrenz hat, welche vom Markt gedrängt oder aufgekauft werden, aber auch auf die Verbraucher, die sich mit der Zeit an die Präsenz von billigen gentechnisch veränderten Lebensmitteln gewöhnen könnten.

Die FDP wehrt sich immer gegen den Vorwurf, eine Klientelpartei zu sein. In der Praxis jedenfalls macht sie alles dafür, dass dieser Vorwurf berechtigt ist und bestehen bleibt. Denn ihr Pro-grüne Gentechnik-Standpunkt lässt stark vermuten, dass die Gentechniklobby massiv auf diesen Einfluss genommen hat. Zum Beispiel der Landtagsabgeordnete der FDP in Sachsen-Anhalt Uwe Schrader, der gleichzeitig auch Vorstandsvorsitzender von InnoPlanta ist.[36] Der Lobbyverein bietet eine „bundesweit agierende, anwenderorientierte Plattform zur Unterstützung von Landwirten, welche die Vorteile moderner Pflanzenbiotechnologie nutzen wollen.“ Der Verein hat ein finanzielles Volumen von ca. 30 Millionen Euro.[37] Die berechtigte Kritik an seiner Tätigkeit versucht Uwe Schrader gerichtlich verbieten zu lassen.[38] Auch die FDP-Bundespolitikerin Happach-Kasan muss sich den Vorwurf der Verflechtung mit Lobbyverbänden gefallen lassen, da sie diese unterstützt und auf deren Veranstaltungen regelmäßiger Gast ist.[39] Ein respektabler Umgang mit dem Contra-Gentechnik-Standpunkt der Bevölkerung ist das nicht. Eher ein weiteres Indiz dafür, dass die FDP sich durch die Industrie fremdsteuern lässt. Bei der CDU kann man nicht genau abschätzen, was genau ihren Standpunktwechsel im Koalitionsvertrag hervorgerufen hat. Entweder beugte die CDU sich ebenfalls dem Druck der Lobby oder es war tatsächlich der wohl massiv beeinflusste Pro-Standpunkt der FDP, welchen die CDU zwang diesen Kompromiss einzugehen. Die SPD ist ebenfalls nicht frei vom Fremdeinfluss der Industrie und deren Lobbyarbeit. Im Kompetenzteam des sozialdemokratischen Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier war ebenfalls der Befürworter der grünen Gentechnik Udo Folgart vertreten. Dieser hatte vorher in der SPD keine Machtposition inne, bei einer möglichen Steinmeier-Regierung wäre er sogar als Agrarminister geworden.[40] Mit dem neuen Parteivorsitzenden der SPD Sigmar Gabriel, scheint die SPD zur alten Zwischenposition zurückzukehren. Gabriel sprach sich für Forschung in der Gentechnik aus. Bei Freilandversuchen mit gentechnisch veränderten Pflanzen dürfe es jedoch keine Schäden im Naturhaushalt geben.[41]

Insgesamt lässt sich also festhalten, dass die Willensbildungsprozesse der Parteien sehr wohl von der Industrie beeinflusst werden, weil diese natürlich auch in der Lage sind großen Druck auszuüben. Das hat zur Folge, dass durch die Einflussnahme und den Druck der Industrie der Standpunkt zur grünen Gentechnik einer Partei erst entstehen kann, wie zum Beispiel bei der FDP oder ein bestehender Standpunkt verändert werden kann, wie zum Beispiel bei CDU und SPD.

3.2. Einflussnahme der US-Regierung

Ein weiterer Faktor, der in Sachen grüne Gentechnik die Willensbildungsprozesse der Parteien in Deutschland beeinflusst, ist die US-Regierung. Die USA bewirtschaften knapp 60 Millionen Hektar mit gentechnisch veränderten Pflanzen. Mit konventionellem Anbau werden nur noch weniger als 20% der Äcker bewirtschaftet.[42] Im Zeitalter der Globalisierung ist das insofern ein Problem, da die EU die grüne Gentechnik bis auf den Mais MON 810 verboten hat und immer striktere Gesetze und Kontrollen gegen den Import von gentechnisch veränderten Organismen einführt. Daraus resultieren Handelsstreitereien, da die US-Regierung ihre amerikanischen Produkte auch in EU-Länder ausführen möchte.42 Sehr nachdenklich stimmt, wie vehement die US- Regierung die Vorhaben des Gentechnikriesen Monsanto, in Deutschland gentechnisch veränderte Produkte durchzuboxen, unterstützt. So geschehen im April 2007, als der damalige Verbraucherschutzminister Seehofer Monsanto untersagte, ihre gentechnisch veränderte Maissorte MON 810 zu verkaufen. Innerhalb weniger Tage besuchte die amerikanische Botschaft das Kanzleramt und versuchte Einfluss auf die Entscheidung Seehofers zu nehmen.[43]

Das hat sich auch unter Präsident Barack Obama nicht geändert. Obamas Landwirtschaftsminister Tom Vilsack ist ein bekennender Sympathisant von Biotechnologie und Gentechnikunternehmen. Er strebt außerdem eine Gesetzgebung an, durch welche Städte und Gemeinden in den USA das Recht verlieren, die Aussaat von gentechnisch verändertem Saatgut zu verhindern.[44] Unter der Obama-Administration hat sich die Kritik am deutschen Anbauverbot für den gentechnisch veränderten Mais MON 810 sogar noch verschärft. Der deutsche Botschafter Klaus Scharioth wurde vom US-Handelsbeauftragten Ron Kirk vorgeladen. Ihm wurde mitgeteilt, dass Washington in dem Mon-810-Verbot einen Fall von unzulässigem Protektionismus sehe.[45]

Der Standpunkt der US-Regierung ist maßgeblich durch eine Interessensverflechtung zwischen Wirtschaft und Politik geprägt. Nicht nur der Agrarminister der USA, auch andere Regierungsvertreter und Mitarbeiter von Lebensmittelzulassungsstellen sind ehemalige einflussreiche Mitarbeiter von Gentechnikkonzernen, was die Glaubwürdigkeit der US-Regierung in Frage stellt.44

Schlussfolgernd muss festgestellt werden, dass der Druck der US-Regierung auf die Standpunkte der Parteien in Deutschland, den Lobbydruck, dem die Parteien sowieso ausgesetzt sind, verstärkt.

4. Schluss

4.1 Zukunftsausblick und persönliche Stellungnahme

Meiner Meinung nach existiert ein Lösungsansatz für das Gentechnikproblem. Und zwar kann es nur eine überzeugende Genehmigung oder ein überzeugendes Verbot der grünen Gentechnik geben, wenn der Staat eine eigene Forschungsinitiative startet, die unabhängig von jeglichem privatem oder unternehmerischem Kapital agiert. Das ist jedoch kaum möglich so lange die Gentechniklobby, Zulassungsbehörden, Forschung und Politik so eng miteinander verflochten sind. Deshalb müssen alle Verflechtungen zwischen Wissenschaft, Wirtschaft, Politik offengelegt werden. Das ist auch eine Basisforderung der Grünen. Nur so kann die Politik wieder glaubwürdig werden. Anderenfalls wäre das ein massiver Vertrauensverlust bezüglich der politischen Parteien. Ein weiteres Problem ist, dass diese unabhängige Forschungsinitiative ein erhebliches Maß an Steuergeld erfordern würde, welches realistisch betrachtet in diesen Zeiten der massiven Staatsverschuldung wegen der Finanzkrise leider keinesfalls zur Verfügung steht und zur Verfügung stehen wird. Auf Grund dessen gibt es keine 100%ige Gewissheit über die Folgen der Gentechnik für Umwelt, Mensch und Tier und deshalb darf keine politische Partei, egal aus welchem politischen Lager, die grüne Gentechnik zulassen. Das heißt, dass ohne eine staatlich unabhängige Forschungsinitiative keine glaubwürdige Genehmigung jeglicher Form von grüner Gentechnik vorgenommen werden kann. Der Agro-Konzern Monsanto hat im vergangenen Jahr täglich mehr als zwei Millionen Dollar ausgegeben, das sind rund 800 Millionen Dollar jährlich. Im Vergleich dazu, der Beschluss des Bundeskabinetts vom vergangenen Jahr, welcher die Agrarforschung mit 40 Millionen Euro zu stärken versucht, was in keinem Verhältnis steht. Denn die 40 Millionen werden über fünf Jahre ausgezahlt. Das entspricht acht Millionen im Jahr, die Monsanto wiederum ganze vier Tage ausreichen würden.[46]

5. Internetquellen (Link-Verzeichnis)

Einleitung

Vgl. online: http://de.wikipedia.org/wiki/Grüne_Gentechnik o. V. [19.12.2009]

Vgl. online: http://www.wdr.de/themen/wissen/biologie/gruene_gentechnik/070808.jhtml

o. V.[20.12.2009]

Grundsätze, Parteiprogramme und der Koalitionsvertrag

Online: http://www.grundsatzprogramm.cdu.de/doc/071203-beschluss-grundsatzprogramm-6-navigierbar.pdf [10.12.2009]

Online: http://www.cdu.de/doc/pdfc/090628-beschluss-regierungsprogramm-cducsu.pdf [10.12.2009]

Online: http://www.cdu.de/doc/pdfc/091026-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf [10.12.2009]

Vgl. online: http://www.nabu-bw.de/download/Emnid-Vielfalt_ernaehrt_die_Welt.pdf [08.12.09]

Vgl. online: http://www.slowfood.de/w/files/pdf_neu/meinungen_zu_gentecnik_190509.pdf [07.12.09]

Online: http://europaparteitag.fdp.de/files/12428/FDP-Europawahlprogramm2009.pdf [12.12.09]

Online: http://www.deutschlandprogramm.de/files/653/Deutschlandprogramm09_Endfassung.PDF [12.12.09]

Vgl. online: http://www.slowfood.de/w/files/pdf_neu/meinungen_zu_gentecnik_190509.pdf [07.12.09]

Vgl. online: http://de.wikipedia.org/wiki/Mon_810#Deutschland o. V. [28.12.09]

Vgl. online: http://www.criigen.org/content/blogcategory/69/100/ [27.12.2009]

Vgl. online: http://www.campact.de/gentec/info/log#tineb@1261131574 Borchert, Christine [27.12.2009]

Vgl. online: http://www.csu.de/dateien/partei/gsp/grundsatzprogramm.pdf [07.12.2009]

Online: http://www.csu.de/dateien/partei/beschluesse/090509_europawahlprogramm.pdf [07.12.09]

Online: http://www.cdu.de/doc/pdfc/091026-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf [10.12.09]

Online: http://www.spd.de/de/pdf/parteiprogramme/Regierungsprogramm2009_LF_navi.pdf [07.12.09]

Vgl. online: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/spd-agrarexperte-fuer-genkartoffeln/

Gersmann, Hanna [10.12.09]

Online: http://archiv.gruene-partei.de/dokumente/grundsatzprogramm-bundesverband.pdf [07.12.09]

Vgl. online: http://www.campact.de/gentec/info/gegenarg o. V. [06.12.2009]

Online: http://archiv.gruene-partei.de/dokumente/grundsatzprogramm-bundesverband.pdf [07.12.09]

Online: http://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/2009%20-%20Europawahlprogramm-Leichte%20Sprache.pdf [07.12.09]

Vgl. online: http://de.wikipedia.org/wiki/Terminator-Technologie o. V. [28.12.09]

Online: http://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/2009%20-20Europawahlprogramm-Leichte%20Sprache.pdf [07.12.09]

Vgl. online: http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/konzerne/ o. V. [28.12.09]

Online: http://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/2009%20-%20Europawahlprogramm-Leichte%20Sprache.pdf [07.12.09]

Vgl. online: http://www.ulrike-hoefken.de/cms/default/dokbin/232/232887.kontrolle_oder_kollaboration_agrogentech.pdf Then, Christoph und Lorch, Antje [28.12.09]

Vgl. online: http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Gentechnik;art122,2528819 [28.12.09]

Online: http://www.gruenepartei.de/cms/files/dokbin/295/295495.wahlprogramm_komplett_2009.pdf [07.12.09]

Vgl. online: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Linke o. V. [28.12.2008]

Vgl. online: http://www.news-adhoc.com/linke-wollen-bis-2011-ein-grundsatzprogramm-idna2009102059390/ o. V. [12.12.2009]

Online: http://www.die-linke.de/index.php?id=4107 o. V. [28.12.08]

Lobbyisten und die Willensbildung der Parteien

Vgl. online: http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Gentechnik-Konzern-Monsanto-baut-Gewinn-und-Umsatz-leicht-aus-680977 o. V. [11.12.09]

Vgl. online: http://www.basf.com/group/pressemitteilungen/P-09-130 o. V. [11.12.09]

Online: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621695-2,00.html Schwägerl, Christiane [29.12.09]

Vgl. online: http://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Schrader_%28Politiker%29 o. V. [29.12.09]

Online: http://umweltinstitut.org/gentechnik/allgemeines-gentechnik/daten_genfilz_sa-648.html#inno o. V. [29.12.09]

Vgl. online: http://www.projektwerkstatt.de/gen/filz_brosch.htm o. V. [29.12.09]

Vgl. online: http://www.projektwerkstatt.de/gen/filz.htm o. V. [29.12.09]

Vgl. online: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/spd-agrarexperte-fuer-genkartoffeln/ Gersmann, Hanna [29.12.09]

Vgl. http://www.transgen.de/aktuell/1034.doku.html o. V. [29.12.09]

Vgl. online: http://www1.bpb.de/themen/LJHWLJ,0,Umstrittener_Fortschritt.html Spelsberg, Gerd [29.12.09]

Vgl. online: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,482238,00.html Amann, Susanne [29.12.09]

Vgl. online: http://uebermonsanto.wordpress.com/2009/10/08/monsanto-befurworter-auch-unter-obama-in-hohen-us-amtern/ Möhr, Laura [29.12.09]

Vgl. online: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-65243744.html o. V. [29.12.09]

Schluss

Vgl. online: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,619780,00.html Schulze, Dirk [29.12.09]

[1] Vgl. online: http://de.wikipedia.org/wiki/Grüne_Gentechnik o. V. [19.12.2009]

[2] Vgl. online: http://www.wdr.de/themen/wissen/biologie/gruene_gentechnik/070808.jhtml

o. V.[20.12.2009]

[3] Online: http://www.grundsatzprogramm.cdu.de/doc/071203-beschluss-grundsatzprogramm-6-navigierbar.pdf [10.12.2009]

[4] Online: http://www.cdu.de/doc/pdfc/090628-beschluss-regierungsprogramm-cducsu.pdf [10.12.2009]

[5] Online: http://www.cdu.de/doc/pdfc/091026-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf [10.12.2009]

[6]6 Vgl. online: http://www.nabu-bw.de/download/Emnid-Vielfalt_ernaehrt_die_Welt.pdf [08.12.09]

[7] Vgl. online: http://www.slowfood.de/w/files/pdf_neu/meinungen_zu_gentecnik_190509.pdf [07.12.09]

[8] Online: http://europaparteitag.fdp.de/files/12428/FDP-Europawahlprogramm2009.pdf [12.12.09]

[9] Online: http://www.deutschlandprogramm.de/files/653/Deutschlandprogramm09_Endfassung.PDF [12.12.09]

[10] Vgl. online: http://www.slowfood.de/w/files/pdf_neu/meinungen_zu_gentecnik_190509.pdf [07.12.09]

[11] Vgl. online: http://de.wikipedia.org/wiki/Mon_810#Deutschland o. V. [28.12.09]

[12] Vgl. online: http://www.criigen.org/content/blogcategory/69/100/ [27.12.2009]

[13] Vgl. online: http://www.campact.de/gentec/info/log#tineb@1261131574 Borchert, Christine [27.12.2009]

[14] Vgl. online: http://www.csu.de/dateien/partei/gsp/grundsatzprogramm.pdf [07.12.2009]

[15] Online: http://www.csu.de/dateien/partei/beschluesse/090509_europawahlprogramm.pdf [07.12.09]

[16] Online: http://www.cdu.de/doc/pdfc/091026-koalitionsvertrag-cducsu-fdp.pdf [10.12.09]

[17] Online: http://www.spd.de/de/pdf/parteiprogramme/Regierungsprogramm2009_LF_navi.pdf [07.12.09]

[18] Vgl. online: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/spd-agrarexperte-fuer-genkartoffeln/

Gersmann, Hanna [10.12.09]

[19] Online: http://archiv.gruene-partei.de/dokumente/grundsatzprogramm-bundesverband.pdf [07.12.09]

[20] Vgl. online: http://www.campact.de/gentec/info/gegenarg o. V. [06.12.2009]

[21] Online: http://archiv.gruene-partei.de/dokumente/grundsatzprogramm-bundesverband.pdf [07.12.09]

[22] Online: http://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/2009%20-%20Europawahlprogramm-Leichte%20Sprache.pdf [07.12.09]

[23] Vgl. online: http://de.wikipedia.org/wiki/Terminator-Technologie o. V. [28.12.09]

[24] Online: http://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/2009%20-%20Europawahlprogramm-Leichte%20Sprache.pdf [07.12.09]

[25] Vgl. online: http://www.greenpeace.de/themen/gentechnik/konzerne/ o. V. [28.12.09]

[26] Online: http://www.gruene.de/fileadmin/user_upload/Dokumente/2009%20-%20Europawahlprogramm-Leichte%20Sprache.pdf [07.12.09]

[27] Vgl. online: http://www.ulrike-hoefken.de/cms/default/dokbin/232/232887.kontrolle_oder_kollaboration_agrogentech.pdf Then, Christoph und Lorch, Antje [28.12.09]

[28] Vgl. online: http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/Gentechnik;art122,2528819 [28.12.09]

[29] Online: http://www.gruenepartei.de/cms/files/dokbin/295/295495.wahlprogramm_komplett_2009.pdf [07.12.09]

[30] Vgl. online: http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Linke o. V. [28.12.2008]

[31] Vgl. online: http://www.news-adhoc.com/linke-wollen-bis-2011-ein-grundsatzprogramm-idna2009102059390/ o. V. [12.12.2009]

[32] Online: http://www.die-linke.de/index.php?id=4107 o. V. [28.12.08]

[33] Vgl. online: http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Gentechnik-Konzern-Monsanto-baut-Gewinn-und-Umsatz-leicht-aus-680977 o. V. [11.12.09]

[34] Vgl. online: http://www.basf.com/group/pressemitteilungen/P-09-130 o. V. [11.12.09]

[35] Online: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,621695-2,00.html Schwägerl, Christiane [29.12.09]

[36] Vgl. online: http://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Schrader_%28Politiker%29 o. V. [29.12.09]

[37] Online: http://umweltinstitut.org/gentechnik/allgemeines-gentechnik/daten_genfilz_sa-648.html#inno o. V. [29.12.09]

[38] Vgl. online: http://www.projektwerkstatt.de/gen/filz_brosch.htm o. V. [29.12.09]

[39] Vgl. online: http://www.projektwerkstatt.de/gen/filz.htm o. V. [29.12.09]

[40] Vgl. online: http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/spd-agrarexperte-fuer-genkartoffeln/ Gersmann, Hanna [29.12.09]

[41]Vgl. online: http://www.transgen.de/aktuell/1034.doku.html o. V. [29.12.09]

[42] Vgl. online: http://www1.bpb.de/themen/LJHWLJ,0,Umstrittener_Fortschritt.html Spelsberg, Gerd [29.12.09]

[43] Vgl. online: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,482238,00.html Amann, Susanne [29.12.09]

[44] Vgl. online: http://uebermonsanto.wordpress.com/2009/10/08/monsanto-befurworter-auch-unter-obama-in-hohen-us-amtern/ Möhr, Laura [29.12.09]

[45] Vgl. online: http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-65243744.html o. V. [29.12.09]

[46] Vgl. online: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,619780,00.html Schulze, Dirk [29.12.09]

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